Nutzungsgeschichte

Bisher wurden lediglich die großen Eckpunkte in der Geschichte des Hauses zusammen getragen (respektive der Bauforscher Torsten Lieberenz). Erste Gespräche mit ehemaligen Bewohnern und Menschen, die im Haus gearbeitet haben, lassen erahnen, dass es darüber hinaus noch mehr zu entdecken gibt. Es bleibt spannend …

1893–94 Bau des Gebäudes für die Landeskreditanstalt des Großherzogtums SachsenDas Haus wird von den Architekten Karl Weichardt und Bruno Eelbo als nach Westen geöffnete Dreiflügelanlage im neo­­romanischen Stil errichtet.
1920 Bildung des Landes Thüringen mit der Landeshauptstadt Weimar
1922 Bildung der Thüringischen Staatsbank
1923 Übernahme der Landeskreditanstalt durch die Thüringische Staatsbank
1925–26 Umbau des ersten Gebäudes von 1894
Veränderung des Fensters unter dem Balkon, Austausch der Wappenschilde, Anbau des östlichen Treppenhauses mit dem Aufzug (1926)
1927–29 „II. Bauabschnitt“: Erweiterung des Gebäudes von 1894 / 1925 nach Westen
Das Gebäude wird um das Dreifache seiner ursprünglichen Länge nach Westen erweitert. 
um 1927 Abbruch des südwestlich benachbarten Gebäudes der Landespolizei
1932–33 „III. Bauabschnitt“: Baulicher Abschluss des mittleren und des westlichen Lichthofs nach Norden
1937 Umbenennung der Kaiserin Augustastraße in Straße der SA (ab 1945 Steubenstraße)
um 1943 Im Sitzungssaal finden die monatlichen Treffen der Rüstungskommission des Gaus Thüringen statt.
„Der sich wandelnde Teilnehmerkreis führte die mit der Kriegswirtschaft befassten Behörden an einen Tisch, um die im Gau zu bewältigenden Aufgaben zu organisieren. Deshalb ist den monatlichen Treffen im Sitzungssaal der Thüringischen Staatsbank Weimar eine nicht zu unterschätzende Bedeutung als Koordinations-, Informations- und Kooperationszentrum beizumessen. Die Kommission entwickelte sich zur bedeutendsten Schaltzentrale der gaubezogenen Wirtschaftsorganisation in Thüringen in der zweiten Kriegshälfte“. (Fleischhauer, Marcus: Der NS-Gau Thüringen 1939-1945. Köln 2010, S. 334)
1946 Gründung der Landesbank Thüringen, ab 1949/50 Deutsche Notenbank
1950 Übergang in Volkseigentum
um 1963 Nutzung des DG zu Wohnzwecken
1976 Bau eines Tanklagers für die Ölfeuerung im Hof
1980 Einbau einer Geldschleuse und eines Lastenaufzugs
nach 1990 nutzen zwei Banken das Gebäude: Deutsche Bundesbank, Landeszentralbank, Filiale Weimar und Dresdner Bank
1991 Anbau einer Andienung für Bankkunden nach Süden, dafür Abbruch der Garage und des Tanklagers
1991–92 Umfangreiche Umbauten durch die Deutsche Bundesbank
7.1.1992 Eintragung des Gebäudes in das Thüringer Denkmalbuch (Einzeldenkmal)
1995–96 Umfangreiche Sanierung für die Dresdner Bank: Neugestaltung der Hallen im EG mit Erneuerung der Lichtkuppeln, Erneuerung der Elektroanlage, Sanierung der WC-Anlagen
1998 Die Dresdner Bank AG ist alleiniger Nutzer des Gebäudes.
2000 Eigentum der Degi Deutsche Gesellschaft für Immobilienfonds mbH
2012 Auszug der Commerzbank
2013 Erwerb durch Frau Lorna Lutz Heyge, Weimar
1.3.2016 Die Notenbank Weimar geht in das Eigentum der Heyge-Stiftung über.